Einweihung Einsatzfahrzeug 21.09.2026

Einweihung des neuen Einsatzfahrzeugs

"Was lange währt, wird endlich gut." - mit diesen Worten eröffnete Vorsitzende Bettina Kist am vergangenen Sonntag die feierliche Einweihung des neuen Einsatzwagens. Nach beinahe zwei Jahren Wartezeit und vorausgehender Planung konnte das Fahrzeug nun offiziell in Dienst gestellt werden.
Für eine feierliche Stimmung sorgten die Laufbachmusikanten unter der Leitung von Alex Six.
Im Rahmen des Feuerwehrfestes der Freiwilligen Feuerwehr Lauf, in die die Einweihungsfeier integriert wurde, begrüßte die Vorsitzende zahlreiche Gäste - darunter viele Aktive des Vereins, Unterstützerinnen und Unterstützer, Vertreter der Feuerwehr, der Pfarrgemeinde sowie des benachbarten Vereins. Der gewählte Rahmen unterstrich die notwendige und gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz.
Zu den Gästen zählte auch der Vorstand des DRK-Kreisverbandes, Kai Jehle-Mungenast. In seinem Grußwort würdigte er das enorme ehrenamtliche Engagement des Ortsvereins und betonte dessen Vorbildcharakter. Das neue Fahrzeug bezeichnete er als sichtbares Zeichen für Leistungsfähigkeit, Motivation und Gemeinschaft.
Höhepunkt der Feier war die Segnung des mit Blumen geschmückten Fahrzeugs durch Pfarrer Werner Bauer. Er wird ab 1. Oktober als neuer Kooperator in der Pfarrei St. Cyriak und somit auch in Lauf tätig sein. In seiner Ansprache lobte er den umfangreichen Dienst des Vereins am Menschen, im geistlichen Impuls bat er um Schutz und Segen für alle Einsatzkräfte. Anschließend wurde das Kreuzzeichen mit Weihwasser am Fahrzeug durch verschiedene Vertreter der Hilfsorganisationen gesetzt.
Für ein akustisches Highlight sorgte Bereitschaftsleiter Simon Zundl mit einer kurzen Vorführung der modernen Signalanlage des neuen Fahrzeugs. Neben der eindrucksvollen Technik überzeugte der Einsatzwagen auch durch großzügigen Stauraum, eine Markise, einen durchdachten Innenausbau sowie Platz für zusätzliches Equipment. Nach fast 30 Jahren treuen Dienstes wird damit das alte Fahrzeug abgelöst.
Zum Abschluss nutzte die Vorsitzende die Gelegenheit, sich bei allen Wegbereitern und Unterstützern zu bedanken. Ein besonderer Dank galt ihrem Vorgänger Jens Runge, der die Beschaffung maßgeblich mit vorangetrieben hatte, sowie den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, ohne deren Hilfe die Anschaffung nicht möglich gewesen wäre. Sie dankte der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Kommandanten Jan Schmidt für die gute Zusammenarbeit und der Bereitschaft, diesen Festakt in das bereits geplante Fest integrieren zu können.
Insbesondere hob sie einen erheblichen Finanzierungsbeitrag des 88.000 Euro teuren Fahrzeugs hervor: Während der Corona-Pandemie leisteten die Aktiven des Ortsvereins rund 550 ehrenamtliche Stunden, um in der Neuwindeckhalle in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung eine Teststation zu betreiben. An 101 Testtagen wurden mehr 2.286 Tests durchgeführt. Die Gemeinde leitete sämtliche Entschädigungen der Behörden vollständig an den DRK-Ortsverein weiter. Dieser Beitrag stellte neben den Spenden und Einnahmen aus den durchgeführten Blutspendeaktionen letztlich einen wesentlichen finanziellen Grundstein für die Anschaffung des Fahrzeugs dar - zumal es weder Zuschüsse von Bund noch Land für eine solche Beschaffung gibt.
Die Besucherinnen und Besucher hatten im Anschluss Gelegenheit, neben den vielen Aktionen beim Feuerwehrfest auch die Räume des DRK-Ortsvereins zu besichtigen. Dort wurden u. a. Erste-Hilfe-Einsätze durch die Bereitschaftsgruppe demonstriert. Darüber hinaus standen der Technikwagen des Ortsvereins und weitere Fahrzeuge des DRK-Kreisverbandes Bühl-Achern, die im Ernstfall bei Großschadenslagen zum Einsatz kommen, zur Besichtigung bereit.