Am Sonntag, 27.07.2025, trafen sich einige Mitglieder des DRK-Ortsvereins Lauf zu einem etwas außergewöhnlichen Dienst. Dieses Mal stand ein Einsatzmarsch hoch zur Hornisgrinde auf dem Programm.
Startpunkt des Einsatzmarsches war das Depot im Wendelbach. Pünktlich um sieben Uhr machten sich die Mitglieder auf den Weg in Richtung Grimmes, Lochhof und Neuwindeckstraße, als sie plötzlich in der Laufbachstraße von einer gestürzten Radfahrerin zu Hilfe gerufen wurden. Professionell wurden die Schürfwunden der Radfahrerin versorgt. Nachdem keine weiteren Hilfemaßnahmen mehr nötig waren, setzte sich der Trupp mit dem Ziel, die Hornisgrinde, wieder in Bewegung.
In der Glashütte angekommen, hörten die Mitglieder erneut eine Person, welche mit Hilferufen auf sich aufmerksam machte. Diesmal handelte es sich um einen Waldarbeiter, der bei Arbeiten mit der Motorsäge verunglückt war. Auch hier konnten die Mitglieder ihr Können unter Beweis stellen. Die Schnittverletzung wurde fachgerecht versorgt und weitere vorsorgliche Maßnahmen wurden durchgeführt. Da der Rettungsdienst nicht direkt an die Unfallstelle fahren konnte, musste der Patient auf ein Spineboard verlagert werden, um ihn vom Unfallort zum Rettungsdienst zu transportieren.
Vor Beginn des Einsatzmarsches wurden auf der kompletten Marschroute zwei Checkpoints eingeplant. An diesen konnten sich die Mitglieder mit frischem Proviant versorgen, der von einem extra eingerichteten Fahrdienst geliefert wurde. Zum Glück war die erste Versorgungsstelle in der Glashütte, denn bei vielen war das ein oder andere Getränk bereits aufgebraucht. Nachdem die Rucksäcke wieder bestückt waren, ging es weiter in Richtung Schwarzwaldhochstraße B500.
Kurz vor der B500 gab es einen erneuten Zwischenfall mit zwei Kindern, bei dem sich zwei Kinder an einem Lagerfeuer schwere Brandverletzungen zugezogen hatten. Auch diese Verletzungen konnten schließlich kompetent versorgt werden.
Glücklicherweise handelte es sich bei den drei Vorfällen um keine realen Einsätze, sondern um vorab eingeplante Fallbeispiele. Dadurch hatten die Mitglieder die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten unter Outdoor-Bedingungen zu trainieren.
An der B500 angekommen, konnten sich die Mitglieder am zweiten Checkpoint letztmals mit Marschverpflegung versorgen, bevor es dann über die Horngasse steil bergauf zum Fernsehturm ging. Oben angekommen, stand zunächst die wohlverdiente Mittagspause auf dem Programm.
Nach der Mittagspause ging es dann trotz Regenschauern zügig über den Lochwald zurück nach Lauf in den Wendelbach.
Nach knapp 27 km kamen die Mitglieder um 15:30 Uhr im Depot an, wo sie schon mit heißer Suppe erwartet wurden. Etwas erschöpft, aber immer noch gut gelaunt, ließen alle zusammen den Wandertag ausklingen.
Ohne die vielen Helfer im Hintergrund wäre ein solcher Tag nicht möglich gewesen. Deshalb möchten sich die Teilnehmer des Einsatzmarsches herzlich bei allen bedanken, die mitgewirkt haben.
- den Darstellern / Patienten
- dem Fahrdienst mit Getränkeversorgung
- allen, die die Patienten professionell geschminkt haben
- dem Küchenteam
Ein großer Dank geht an Alexander Glaser für das „Erfinden“ der Fallbeispiele, die Organisation und die professionelle Begleitung.
Dieser Tag hat allen richtig Spaß gemacht und wird noch lange in Erinnerung bleiben.