Einsatzmarsch 2026

Am 26.07.2026 ging es pünktlich um 7.00 Uhr bei herrlichem Wetter am DRK-Depot los. Wir liefen in Richtung Aspich und von dort in den Häslich.

Hier fand unser 1. Fallbeispiel statt, nämlich ein Traktorunfall in den Reben. Ein Landwirt geriet in die Zapfwelle und lag mit einer starken Blutung unter der Maschine. Die größte Schwierigkeit bestand zunächst darin, den Verunglückten schonend zu befreien. Anschließend übernahmen wir die Versorgung und den Transport bis zur Straße.

Nachdem wir unsere Trinkflaschen aufgefüllt hatten, ging es weiter zum Hardsteinkreuz. Dort war ein Paragleiter verunglückt und hing bewusstlos in einem Baum. Auch hier musste zunächst gut überlegt werden, wie der Patient befreit werden kann. Durch die lange Hängezeit in der Fliegerausrüstung erlitt er ein Hängetrauma, das entsprechend behutsam behandelt werden musste. Anschließend wurde der Patient für den Abtransport durch den Rettungsdienst vorbereitet.

Am Hardsteinkreuz machten wir dann bei einer gigantischen Aussicht eine Vesperpause.

Als wieder alle gestärkt waren, ging es am Lothardenkmal vorbei hinunter in die Glashütte. Dort fand unser 3. Fallbeispiel statt: ein Hitzeschlag. Eine Patientin war zu lange ohne Sonnenschutz unterwegs und klagte über Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und Übelkeit. Sie wurde zunächst in den Schatten gebracht, mit Getränken versorgt und von uns betreut. Außerdem wurden alle Vitalparameter erhoben und beurteilt.

Am Spitzbuckel wurden wir dann bereits von Thomas Schnurr sowie Helga und Thomas Bäuerle erwartet. Sie versorgten uns mit frisch Gegrilltem und kühlen Getränken. Das kam genau zur Mittagszeit richtig und alle freuten sich sehr über diese großartige Verpflegung.

Anschließend brachen wir zur letzten Etappe auf, die über das Obere Lautenbächle, den Hornenberg, Presteneck und schließlich über die Waldstraße zurück zum Depot führte.

Insgesamt legten wir eine Strecke von 20 km und 882 Höhenmetern zurück.

Unser Einsatzmarsch war für die Öffentlichkeit ausgeschrieben und tatsächlich waren sechs Gastwanderer dabei. Sie konnten sich nach jedem Fallbeispiel bei unserer Nachbesprechung über die durchgeführten Maßnahmen informieren.

Vom DRK waren wir mit fünf Einsatzkräften sowie unserer Vorsitzenden Bettina Kist unterwegs.

So eine Aktion ist nur mit der Unterstützung vieler Personen möglich. Deshalb möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:

  • Simon Zundl für den Fahrdienst, das Besorgen der Getränke und die Bereitschaft, das Opfer beim 1. Fallbeispiel zu spielen.
  • Bettina Kist für das Mitwirken als Patientin.
  • Anna und Wolfgang für das Schminken der extrem realistischen Wunden.
  • Stefanie Hörth vom JRK für das Mitspielen in einem Fallbeispiel.
  • Philipp Wörner, der uns sein Grundstück in den Reben sowie den Traktor zur Verfügung gestellt hat.
  • den Windeckfalken Lauf um Bernd Wäldele, der uns mit Jens Möller und Benjamin Schneider zwei Piloten samt Ausrüstung zur Verfügung gestellt hat.
  • Thomas Schnurr für die leckeren Grillsachen.
  • Helga und Thomas Bäuerle für die Bewirtung und die kühlen Getränke.
  • allen aktiven Einsatzkräften, die mit Gepäck und Ausrüstung diese Strecke und die Aufgaben auf sich genommen haben.

Der Tag verlief trotz der Anstrengung in einer entspannten und schönen Atmosphäre mit vielen guten Gesprächen unterwegs. Ich glaube sagen zu können, dass es ein voller Erfolg war und allen viel Spaß gemacht hat.

Viele Grüße

Alexander Glaser